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Als
Vanderbilt zu uns auf die Rennbahn kam, war er nur einer von vielen.
Das
blieb auch so, bis ich ihn im März 1998 das erste Mal beim Rennen führte.
Vanderbilt überraschte mich! Noch nie hatte ich ein Pferd geführt, das
so selbstständig und cool war wie er. Ich hatte das Gefühl, eine Bombe
könnte neben ihm platzen, ohne das es ihn aus der Ruhe bringen würde.
Von nun an mochte ich "Vanny" gut leiden.
Zwei
Monate später wechselte er in den Besitz von Andrea Steinhauer über. Da
ich mit Pferd und Besitzer gut klar kam, führte ich ihn immer öfter beim
Rennen. Es dauerte nicht lange und ich hatte das kleine Pferd mit den
vorstehenden Zähnen richtig lieb gewonnen.
Im
Sommer 1999 zeigte Vanny (schon sieben Jahre alt) dann, warum wir ihn
so mochten. Mit drei traumhaften Siegen machte er sein Dasein als Schatz
perfekt. Die nächsten zwei Jahre gelang ihm zwar kein Sieg mehr, aber
trotzdem bereitete er uns immer eine Menge Spaß.
Im
August 2001 passierte es dann! Ausgerechnet eine Woche vor dem Start in
Düsseldorf ging er, der nie Schwierigkeiten mit den Beinen hatte, lahm.
Am Ende der Woche war in unseren Augen wieder alles OK und man entschied
sich dafür, daß er laufen soll.
Schon
morgens beim Verladen hätte ich merken müssen, daß etwas nicht stimmt.
Vanny, der immer und überall gern in jeden LKW gegangen ist, wollte diesmal
nicht. Nachdem ich ihn dann aufforderte, was ich sonst nie tun mußte,
ging er dann rein. Auf der Rennbahn benahm er sich auch nicht, wie wir
es von ihm gewohnt waren. Er war aufgeregt und schwitzte viel. Der Start
des Rennens, das sein Leben schlagartig ändern sollte, kam. Zweimal wäre
er im Rennen fast gefallen und als ich ihn nach dem Rennen abholte, war
er lahm. An diesem Tag entschied Andrea, daß Vannys Dasein als Rennpferd
beendet sei, und schenkte ihn mir. Das war für sie nicht einfach, denn
sie hatte ihn oft in den Rennen geritten und hatte ihn mindestens genauso
lieb wie ich.
Heute
steht er mit 11 anderen Pferden auf der Wiese und fühlt sich super. Andrea
kommt ihn, immer wenn es ihre Zeit zuläßt, besuchen. Jetzt reitet sie
ihn nicht mehr im Rennen sondern, wie ich, gemütlich durchs Gelände.
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